Rubjerg Knude
Dieser Ort macht deutlich wie sehr die Natur in Bewegung ist wenn man sie lässt. Der auf einer Düne erbaute Leuchtturm Rubjerg Knude stand bei seinem Bau 1900 noch gut 200m von der Küste entfernt und nun droht er 2020 ins Meer zu stürzen. Ich hatte das Glück ihn zweimal besuchen zu können. Vielleicht 2019 auch noch ein drittes Mal. Auch wenn der Sturz ins Meer abgewendet scheint, so wird sein neuer Platz im Landesinneren nicht mehr von der mir bekannten Magie umgeben sein. Ich werde trotzdem immer wieder hinfahen wenn ich in der Gegend bin. Dieser Ort symbolisiert Anfang und Ende wie kein zweiter.
UPDATE 2020: Der Umzug des Leuchtturms ist geglückt. In einer technischen Meisterleistung wurde er mit einer Schienenkonstruktion um 70m ins Landesinnere verlegt. Ich hatte die Möglichkeit diesen fantastischen Ort nur eine Woche nach Fertigstellung zu besuchen. Ich war ein Narr zu glauben, dass dieses magische Stück Erde durch den Umzug auch nur einen Deut seiner Faszination eingebüßt haben könnte. Allein die Vorstellung beide Plätze zu kennen, zu sehen wie großartig hier gearbeitet wurde und das Wissen darum, Zeitzeuge dieses Ereignisses zu sein, machen mich stolz und glücklich zugleich.
Marion und Alexander Sorg von meermond.de haben den Umzug in nahezu perfekter Weise dokumentiert. Ich kann diesen Beitrag nur wärmstens empfehlen. Was ich aber noch viel mehr empfehlen kann, ist eine Reise nach Fyrvejen 30, 9480 Løkken, Dänemark. Seid bei schönem Wetter eine Stunde vor Sonnenuntergang dort. Ihr werdet es nicht bereuen.